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Symmetrisch

Symmetrisch sehen ist eine Gabe und Fähigkeit, die wie eine Art “inneres Auge” funktioniert. Ein symmetrisches Empfinden kann Proportionen in das richtige Verhältnis setzen. Hat das Gefühl für die Dimension und Schönheit eines vorhandenen oder zu schaffenden Werkes. Dabei dieses symmetrische Denken von der Symmetrie aus, die der antike Mathematiker Euklid im 3. Jahrhundert v. Chr. in Alexandrien in seiner Geometrie gelehrt hat. Dabei handelt es sich hauptsächlich um die Punktsymmetrie und Achsensymmetrie, die auf realen Erfahrungen und Beobachtungen basiert.

Symmetrisch

Symmetrisch sehen ist eine Gabe und Fähigkeit, die wie eine Art “inneres Auge” funktioniert.

Die Spiegelung in Kunst und Mathematik

Sowohl der Spiegel als auch das Geodreieck lösen immer wieder, je nach Alter, bei Schülern große Überraschungseffekte aus. Denn was mühselig mit dem Geodreieck gezeichnet und berechnet wurde, wie die Geraden, Achsendrehungen, schiefe Ebenen und vieles andere mehr, lässt sich in der Kunst einfach mit einem Spiegelfalz wiedergeben. Das Experiment verblüfft die Schüler immer wieder aufs Neue, als wäre es dir größte Errungenschaft: Mit Wasserfarben eine Bildhälfte, z.B. eines Schmetterlings zu malen. Dann wird das Blatt in der Hälfte gefaltet und der Abdruck spiegelt die Hälfte symmetrisch. Doch hier fängt das Vertrackte dann an, wenn es darum geht, herauszufinden, wofür diese Spiegelung jetzt gut oder gar notwendig war. Logisches Denken, das sich an den geometrischen Axiomen des Euklids entfaltet, kann so zu einer hohen Herausforderung des einzelen werden.

Die Deckungsgleichheit als symmetrische Anforderung

Wie ist ein Duplikat 1:1 herzustellen? Wohlgemerkt ohne großen Aufwand! Lösungswege dazu gibt es verschiedenene. Doch die einfachste Variante ist das symmetrische und logische Empfinden. Symmetrisch bedeuten ein Augenmaß, für das Ebenmaß zu haben. Und hinter dem Wort Ebenmaß verbirgt sich nichts anderes als Wohlgestaltung der Schönheit. Etwas Asymmetrisches wird für die Augen als nicht wohltuend empfunden. Deshalb gehört zu den Handwerkzeugen der Symmetrie neben Geodreieck, Lineal und Zirkel, auch ein gutes Gefühl für Abstände. Das räumliche Denken in Zwei- und Dreidimensionalität ist gefragt.

Das Empfinden und Denken der Symmetrie begegnet uns:

  1. Besonders sichtbar im Bau der gotischen Kathedralen
  2. In den großen Schlössern der Renaissance und des Barocks
  3. In den barocken Gartenanlagen
  4. In der bildenden Kunst

Was der Teilbereich der Mathematik, die Geometrie mit ihren Berechnungen und Axiomen sicherstellt, hat für das menschliche Auge einen hohen Nutzen. Der landläufige Ausspruch “das Auge isst immer mit”, fasst das ästhetische Empfinden, was damit verbunden ist, umgangssprachlich sehr gut.